Geschichte

Geschichte

Die Mariä Himmelfahrt Kirche wurde seit dem XII. Jht an den Ausläufern der Argonnen erbaut, vermutlich in der Nachfolge eines älteren Heiligtums, das selbst vielleicht an der Stelle einer keltischen Kultstätte gebaut war.

Es existieren wenige zuverlässige Dokumente über die tausendjährige Geschichte des Bauwerkes, aber man findet einige Hinweise auf sein Bestehen seit dem 7. Jht. Man erzählt, dass der Urgrossvater Karls des Grossen, Pippin von Landen, den Bau in Auftrag gegeben habe. Pippin von Landen hatte mehrere Kinder unter ihnen zwei Töchter : Die heilige Gertrud und die heilige Begga. Die heilige Gertrud hat den Bau der Stiftskirche von Nivelles (Provinz Wallonisch Brabant/Belgien) begonnen. Die heilige Begga wiederum gründete im Jahr 692 das Kloster von Andenne (Provinz Namur/Belgien) an den Ufern der Maas ; allerdings wurde es im Jahr 883 von den Normannen verwüstet später geplündert und im Jahr 1059 erneut dem Erdboden gleich gemacht. Damals sollen die Stiftsdamen von Andenne auf ihre Besitzungen in Mont-devant-Sassey geflohen sein, wo sie im XI. Jht ein kleines Kloster errichtet und in der Folge den Bau der Kirche im Jahr 1127 begonnen haben sollen. Die Hauptstrasse des Dorfes heisst bis auf den heutigen Tag « rue d’Andenne ».
Die dreischiffige Kirche wurde auf basilikalem Grundriss mit einem leicht vortretenden Querhaus errichtet. Dieser Grundriss soll von der ursprünglichen Kirche zu Andenne angeregt sein. Die Krypta, die Hauptapsis, die Seitenapsiden und die östliche Partie des Querhauses wurden im XII. Jht erbaut und orientieren sich am Plan der Kathedrale von Verdun. Das nördliche Seitenschiff und das südliche Seitenschiff mit dem Portal wurden im XIII. Jht ausgeführt, die westliche Partie mit dem Glockenturm wurde im XIV. Jht errichtet. Im XVII. Jht erlitt die Kirche durch den Dreissigjährigen Krieg und die Fronde (Adelsaufstände gegen den Absolutismus im XVII. Jht, GT) verheerende Schäden. Diese unruhigen Zeiten machten den Ausbau zu einer wehrhaften Kirche notwendig, indem man die Mauern des nördlichen Seitenschiffes und der Apsis aufstockte.
Die Kirche wurde im Jahr 1660 belagert und in Brand gesetzt. In der Folge hat sie einige Veränderungen erfahren: die gedeckte Vorhalle aus der Renaissance wurde im Jahr 1754 neu erbaut, die Fenster des Querhauses wurden vergrössert, der Glockenturm wurde mehrfach verändert.